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17. NOVEMBER 2017 - 20. JANUAR 2018

DARK WHISPERS

BEATRICE MINDA

Stipendiatin AARTISTS IN RESIDENCE 2017
(DER TAGESSPIEGEL | 07.10.2017)

ARTIST TALK
Donnerstag | 11. Januar 2018 | 19:00 Uhr

mit Felix Hoffmann (Hauptkurator C/O Berlin)

In ihrer Serie DARK WHISPERS widmet sich die vielfach ausgezeichnete Fotografin BEATRICE MINDA dem fernöstlichen Myanmar, einem Land, das geprägt ist von einer überaus wechselvollen Geschichte. Von Zeiten kolonialer Herrschaft über Phasen rigider Militärdiktatur bis hin zu einer Welle wirtschaftlichen Ausverkaufs dieser Tage – das Land und seine Leute waren und sind drastischen Einflüssen unterworfen.

Eindrucksvolle, jedoch stille Zeugen der Geschichte dieses Landes sind seine ehemaligen Herrenhäuser: Sie zeugen von Anpassung und Unterdrückung ebenso wie von Rückzug und Überleben. Nur einige wenige dieser Häuser haben die politischen Verwerfungen, die ethnischen Konflikte, Militärdiktatur und unzählige verheerende Umweltkatastrophen überstanden. Ihnen widmet sich Minda in DARK WHISPERS.

Die Räume der Häuser scheinen beseelt von einer nahezu unheimlich wirkenden Leere, ein dunkles Flüstern hallt durch sie hindurch: DARK WHISPERS. Ein Memento Mori das an das viele Unausgesprochene der Burmesischen Geschichte erinnert. Mindas Arbeiten erlauben einen Blick auf die widersprüchlichen Aspekte und die Folgen der Kolonialzeit.
The oldest still inhabited houses in Myanmar date back to the beginning of the twentieth century and to a social context marked by colonialism. Besides a few sparse reminders of the contemporary world, the private interiors of these houses contain numerous traces of former times. In many cases these are objects that have been left untouched for decades, which bear witness to the cosmos of a lost world.

However, between the then and the now lie chasms. These spaces are imbued with an uncanny sense of emptiness. Dark whispers echo through them - a memento mori - a reminder of Burmese history hidden from view. The rooms bear witness to an earlier wealth, to adaptation and repression, and become ‘sets’ for films in which the lives of the inhabitants and their ancestors are played back in our minds.


BEATRICE MINDA
has been awarded with AARTISTS IN RESIDENCE 2017
(DER TAGESSPIEGEL | 07.10.2017)